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SIAP ist unter den elektroakustischen Systemen einzigartig:

Mit sechs wichtigen Kennzeichen unterscheidet sich SIAP von allen anderen Systemen für variable Akustik. Da ausschließlich natürliche Prozesse genutzt werden, können wir zu Recht sagen, dass das SIAP-System eine wirklich elektronische Architektur ist

    1. SIAP-Nachhall ist ein echter Nachhall. Der Nachhall besteht aus natürlich (digital) erzeugten Reflexionen. Der von dem System erzeugte Nachhall wird aus Klangreflexionen aufgebaut, wie sie auch in der natürlichen Akustik vorkommen. Der SIAP-Prozessor erzeugt jede Klangreflexion gesondert. Sie ist also keine Wiederholung eines vorherigen Klangs mit einigen Abweichungen. Zum Ausfüllen der fehlenden Reflexionen verfügt der SIAP-Prozessor über eine große Anzahl unabhängiger Kanäle, die jeweils über ein für den Saal maßgeschneidertes Reflexionsmuster verfügen. Die SIAP-Lautsprecher geben die gesamten Reflexionsmuster wieder: frühe und späte Reflexionen bilden eine „umhüllende“ Akustik. Es gibt keine separaten Lautsprecher für frühe Reflexionen und Nachhalllautsprecher.

 

    1. SIAP hat vollkommene Kontrolle über sein Verfahren. Beispiel: Die eingestellte Nachhallzeit stimmt – in jeder Umgebung – mit der gewünschten Nachhallzeit im Saal für die entsprechende Nutzung überein. Eine Nachhallzeit von 2 Sekunden im Prozessor (für symphonische Musik) bedeutet beispielsweise, dass die gemessene Nachhallzeit im Saal ebenfalls 2 Sekunden beträgt. Anders ausgedrückt hat SIAP die vollständige Kontrolle über die im Saal angewandte Akustik. Auf diese Weise ergänzt das SIAP-System für jede spezifische Nutzung (Sprache, Kammermusik, Orchester, Chor usw.) die Klangreflexionen, die gemeinsam mit den natürlichen Reflexionen von Wänden, Decke, Boden usw. zur gewünschten Akustik führen. Dadurch entsteht eine Gesamtakustik und die Ergänzung des Nachhalls ist kein „Effekt“, den man heraushören kann. Der einzigartige Charakter des Saals bleibt also erhalten, während die Akustik optimal für die aktuelle spezifische Nutzung angepasst ist. Saalakustik und SIAP-Ergänzung greifen nahtlos ineinander und bilden ein Ganzes. Das SIAP-System ergänzt die Akustik
      des Saals und setzt keine komplette Akustik obendrauf.

 

    1. SIAP nutzt keine Rezirkulation des Nachhalls im System. Eine Rezirkulation gibt es in der natürlichen Akustik nicht und dadurch würde eine unerwünschte Klangfärbung entstehen. Außerdem würde eine Rezirkuklation des Lautsprecherklangs zurück zu den Mikrofonen zu einer unerwünschten Klangfärbung, einem metallischen Nachklang führen. Da die Rezirkulation nicht eingesetzt wird, wird die Akustik auch nicht durch die Saalbesetzung beeinflusst (unabhängig vom Publikum).

 

    1. SIAP erzeugt einen zeitkonstanten Nachhall, so dass es keine schwebenden Klänge u.ä. in der Akustik gibt. Das bedeutet u.a., dass SIAP inhärent „pianokompatibel“ ist. Das steht im Gegensatz zu Systemen, die eine Zeitvariation nutzen und bei denen die erzeugten „Reflexionen“ in der Zeit schweben (sich kontinuierlich verändernde Tonhöhenverschiebungen). Damit wird eine höhere Anzahl von Klangreflexionen suggeriert und darüber hinaus kann hierdurch das Risiko von Rückkopplungen verringert werden. Zeitvariationen erzeugen einen heulenden Klang beim Ausklingen von Saiten und einen recht faserig ausklingenden Nachhall. Dadurch wirkt es während der Musik für das Ohr so, als ob sich Form und Größe des Saals verändern würden. In Wirklichkeit haben Klangreflexionen in einem Saal natürlich keine Variable, sondern nur eine feste Zeitverschiebung, die durch die Saalform bestimmt wird (Breite, Tiefe, Höhe, ablenkende Flächen, Dekoration, Klangabsorbtion der vorhandenen Materialien usw.). Da das SIAP-System zeitkonstant ist, behält der Nachhall die Helligkeit des Klangs, die für gute Konzertsäle kennzeichnet ist, und es besteht nicht die Gefahr des schwebenden Ausklingens beispielsweise von Pianosaiten, die ihr eigenes Ausklingverhalten haben. SIAP hat auch für Menschen mit absolutem Gehör (Pianisten, Klavierstimmer) einen natürlichen Klang: für sie muss das System nicht ausgeschaltet werden. In einer natürlichen Akustik kommt eine solche Zeitvariation glücklicherweise nicht vor. Musiker und kritische Zuhörer, vor allem solche mit „absolutem Gehör“ scheinen dies besonders empfindlich wahrzunehmen.

 

    1. Dank des natürlichen Verfahrens wahrt SIAP die natürliche Balance der Tonquelle, die korrekte Stelle und Klangfarbe der Klangquellen auf der Bühne (Instrumente, Sänger, Schauspieler).

 

  1. Bei SIAP gibt es keine Rückkopplungen. Das Verfahren ist in sich selbst akustisch stabil und frei von Klangfärbungen.

 

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